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GP-Betonschutz I
Betonschutz gegen chemischen Angriff
(im Gasbereich der Fermenter , Nachgärbehälter und Endlager von Biogasanlagen, Faultürme von Klärwerken, Schacht- u. Regelbauwerke von Entwässerungsanlagen, u.d.gl.)
Eigenschaften:
GP-Betonschutz I ist ein Verfahren, das sich durch einfache Anwendung und durch besondere Anpassungsfähigkeit an Objektanforderungen auszeichnet.
GP-Betonschutz I ist trotz seiner Dichte noch dampfoffen, was bei großen Temperaturdifferenzen in der zu schützenden Konstruktion äußerst wichtig ist (kein Dampfdruck).
GP-Betonschutz I ist nicht auf die Betonoberfläche reduziert, sondern reicht bis zu 20 mm, abhängig von der Betondichte, in die Konstruktion hinein. Durch diese Tiefenwirkung bleibt der GP-Betonschutz auch bei leichten mechanischen Beschädigungen an der Betonoberfläche erhalten.
GP-Betonschutz I ist im Falle von tieferen mechanischen Beschädigungen jederzeit einfach zu ergänzen und lückenlos an die unbeschädigte Fläche anzuschließen.
Bei Anwendung von GP-Betonschutz I auf jungen Beton, wird die Verdunstung des Anmachwassers reduziert und dadurch die Betonqualität erhöht.
Sollte bei extremer Belastung, die Wirkungsweise im Laufe von Jahren geringer werden, ist jederzeit, ohne großen technischen Aufwand, eine Auffrischung, bzw. Nachrüstung für stärkere Belastung (GP-Betonschutz I „plus“ ) möglich.
GP-Betonschutz I ist jederzeit mit anderen Beschichtungen überarbeitbar, z. B. auch mit rissüberbückenden Beschichtungen (GP-Betonschutz I „flex“), bei starker Rissgefährdung.
GP-Betonschutz I ist in der Lage, bereits schwach geschädigten Beton, bei dem die Alkalität nicht mehr, die Festigkeit jedoch noch vorhanden ist, wieder zu reaktivieren. Das heißt, dass die Alkalität des Betons wieder hergestellt wird.
GP-Betonschutz I wird im Falle eines Rückbaues mit dem Beton entsorgt, es ist keine Trennung oder Separierung erforderlich.
Technische Daten:
GP-Betonschutz I besteht aus einer Schichtenfolge folgender Produkte, deren Daten aus den jeweiligen Technischen Merkblättern zu entnehmen sind.
Einsatzgebiete:
Bei Abwasseranlagen, wie auch in den Fermentern und Nachgärbehältern von Biogasanlagen entweicht Schwefelwasserstoff H2S aus dem Abwasser bzw. Gärsubstrat. Dadurch entsteht im sogenannten Gasraum auf der Oberfläche der Konstruktionsteile elementarer Schwefel. Dieser ist ein Substrat für
Schwefel-(Thio-) bakterien. Wenn die Lebensbedingungen für die Spezies Thiooxidans gegeben sind, kann der pH-Wert bis auf pH 1 fallen.
Damit ist ein sehr starker Säureangriff auf Zementmörtel und Beton sowie auf fast alle metallischen Bau- und Werkstoffe gegeben.
Besonders gefährdete Bereiche sind die Wechselzonen vom Gas zum Abwasser bzw. Gärsubstrat, wie auch Zwischendecken, Wandabsätze und Wandkronen. Nicht außer acht gelassen, dürfen auch die verarbeitungsbedingten Schwachstellen im Beton werden. Diese bestehen insbesondere aus Haarrissen, die in der Abbindefase entstehen können. Sowie aus Lunkern, die Schalungs- bzw. Trennmittelbedingt oder wegen zu hohem Wasserzement-Wert u. d. gl. entstehen können.
Voraussetzungen:
- Der eingebaute Beton muss der Klassifizierung nach DIN EN 206-1 / DIN 1045-2 entsprechen
- Als Trennmittel sind biologisch abbaubare Trennmittel einzusetzen (z.B. Divinol Multiform B Premium)
- Ausbesserungs-, bzw. Substanzergänzungsflächen sind mit dem Reparaturmörtel GP-BG 158 bzw. mit der hoch alkalischen Betonspachtel GP-BG 152 vorzunehmen.
- Wasserlunkern sind beim, oder kurz nach dem Ausschalen, z. B. mit einem Stahlschrubber, oder später mit einem Wasser-Hochdruckgerät (min. 450 bar) aufzureißen.
- GREEN PROTECTION GP-Betonschutz I darf nicht auf kalksteinhaltigem Untergrund und flügelgeglättetem Beton aufgebracht werden. Außer er wurde vorher durch geeignete Maßnahmen (Sand-, Kugel-, Hochdruckwasserstrahlen, usw.) vorbereitet.
Verarbeitung:
- GREEN PROTECTION GP-BG 144 (Grundierung) kann sofort beim Ausschalen ( Betonnachbehandlung / Verdunstungsschutz ) bzw. einen Tag vor Aufbringen von GP-BG 122 im Streich-, Roll- oder Spritzverfahren gleichmäßig mit ca. 110 - 140 g/m² auf die zu schützende Betonoberfläche aufgetragen werden. Bei Altbeton und hohen Temperaturen ist der Beton vorher matt anzufeuchten. (das Technische Merkblatt ist zu beachten)
- Nach Aushärtung des Betons ( ab ca. 28 Tage) wird die zu schützende Betonoberfläche mit GREEN PROTECTION GP-BG 132, mit 1,45 kg/m² beschichtet. Hierzu ist die GP-BG 132, Komponente A mit der GP-BG 132 Komponente B, mit einem langsam laufenden Rührwerkzeug zu einer streichfähigen, sämigen Masse anzumischen. Das Aufbringen von GREEN PROTECTION GP-BG 132 erfolgt mit einer groben Bürste (Teerbürste/Quast) im Streichverfahren. Alternativ kann GREEN PROTECTION GP-BG 132 auch mit einer sogenannten Becherspritze oder auch mit einer Mörtelpumpe wie z.B. KÖSTER Variojet FU-KB Schnecken-Mörtelpumpe aufgebracht werden. Wobei hier zwingend mit der Bürste nachgearbeitet werden muss. Hierbei ist das satte Beschichten besonders wichtig, da dieser Arbeitsgang das Schließen der Haarrisse und Lunkern zur Aufgabe hat. Bei der Existenz einer erhöhten Wasserlunkernzahl und der Erfordernis Fehl- und Bruchstellen im Beton zu schließen ist ein gesonderter Arbeitsgang zum Egalisieren derselben vorzunehmen. (ansonsten ist das Technische Merkblatt zu beachten).
- Anschließend ist GREEN PROTECTION GP-BG 146 mit 250 g/m² in die noch frische GREEN PROTECTION GP-BG 132 im Sprühverfahren einzubringen. Empfohlen werden hierzu 2 bis 3 Arbeitsgänge. (ansonsten ist das Technische Merkblatt zu beachten).
Bei allen Arbeitsschritten ist die DIN 1045 einzuhalten, d. h. nicht direkt in der Sonne arbeiten, Vermeidung von Hitze, Frost und starkem Wind bei der Ausführung und min. 24 Std. danach.
Sehr trockene oder durch Sonneneinstrahlung aufgeheizte Oberflächen sind vorher leicht anzufeuchten um ein Aufbrennen zu verhindern.
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